Mittwoch, 15.05.: Klappe, die dritte

Schon Mittwoch? Meine Güte, wie die Zeit verfliegt...!
Der Tag eines Studenten sollte mindestens 28 Stunden haben.
Heute hat mein Tag mit der Veranstaltung "Interkulturelles Marketing" begonnen. Woche für Woche gelingt es uns dabei mehr, zu verstehen, warum die Kultur bei der Erstellung von Marketingstrategien berücksichtigt werden sollte, und warum man nicht nur eine einzige entwickeln und diese eine auf verschiedene Länder und Kulturen anwenden sollte. Wenn ihr also mal Geschäftsführer eines Unternehmen werden solltet - das kommt ja vor - dann bedenkt, dass ihr euer Produkt nicht nur am Alter und Geschlecht der Zielgruppe ausrichtet, sondern auch an deren Kultur! Damit könnt ihr euch einen riesigen Wettbewerbsvorteil sichern (und im besten Falle reich werden). Natürlich steckt einiges mehr dahinter, und wenn man mal nicht nur an der Oberfläche dieser Thematik kratzt, könnten sich daraus ziemlich interessante Bachelor- Thesen ergeben. Eine Überlegung ist es wert!
Nach dieser Stunde gibt es zur Abwechslung kein Mittagessen, sondern ich mache mich mit meiner Studienkollegin und Freundin auf den Weg zum Reisebüro, da bald unser Auslandssemester in Spanien ansteht. Und um dahin zu kommen, sollte man gewöhnlich einen Flug buchen. Irgendwie ein komisches Gefühl, jetzt zu wissen, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit es losgeht. Aber wir sind ja zu zweit, also kann schon nichts passieren. Da werde ich selbst meine Flug- und Platz- und Höhenangst schön irgendwie in den Griff bekommen. Naja, zumindest die Hoffnung stirbt zuletzt.
Relativ erleichtert über die Flugpreise nach Spanien verlassen wir das Büro der netten Dame wieder und machen uns auf den Weg nach Hause.
Zu Hause angekommen nehme ich für heute den Hausfrauenteil in die Hand: Putzen, waschen und.... "kochen". Meine Fähigkeiten in der Küche sind definitiv ausbaufähig. Aber als Student hat man ja auch soooo wenig Zeit, ihr wisst schon. An Ausreden fehlt es uns nie.
Nachdem auch das erledigt ist, gehts zurück zur FH - heute bin ich ganz sportlich mit dem Fahrrad unterwegs. Um 15:45 steht das Fach "Kultur- und Eventmanagement" auf dem Plan. Ein Fach, das doch sehr praxisbezogen ist. Und gerade deshalb gefällt es mir ganz gut. Wenn auch die Theorie unumgänglich ist, dann wird sie zumindest immer mit Beispielen hinterlegt und an konkreten Fällen fest gemacht. Was ich aus dieser Vorlesung mitnehme? Dass ich niemals ein Kulturevent planen, geschweige denn in die Tat umsetzen werde. Dazu fehlen mir einfach die Nerven.... Ihr glaubt gar nicht, was man alles beachten muss. Allein die Erstellung eines realistischen Konzepts ist sehr viel Arbeit. Und wenn es an die Kosten- und Finanzierungsplanung geht, ist der Spaß spätestens vorbei. Achso, falls ihr wissen wollt, was ich denn mal werden will: Keine Ahnung! Gibt es einen Beruf, in dem man Sprachen, ein bisschen Kreativität, Organisation und irgendwas Richtung Marketing einbringen kann? Wenn das Ding einen Namen hat, bitte verratet es mir!
Nun zu meinem Highlight des Tages: Nach dem Unterricht steht der Gang zum Frisör auf dem Plan. Nix Wildes, nur mal Spitzen schneiden. Gesagt, getan. In einer unschlagbar kurzen Zeit (Stoppuhr hatte ich leider nicht dabei) vollbringt die Frisörin (Friseurin, Frisösin?!?!?) ihr Werk, und es gefällt ganz gut. Nach gefühlten 20 Minuten stehe ich mit geföhnten Haaren vorm Spiegel und begutachte die Mähne. Gerade geschnitten, also passts. Beim Spitzenschneiden kann ja schließlich nicht so viel schief gehen. Danach springe ich noch schnell bei einem allseits bekannten Supermarkt rein, schnappe mir 2 Flaschen Wasser (siehe gestern) und mache mich auf den Weg zur Kasse. Um 18 Uhr, wenn auch in einem Supermarkt Feierabendverkehr herrscht, nur eine Kasse zu öffnen, ist ja schonmal mutig, denke ich mir. Da sehe ich aber noch gar nicht, wie lang die Schlange wirklich ist. Als ich um die Ecke biege, um mich einzureihen, trifft mich dann der Schlag. Ich kann nicht besonders gut schätzen, also lasst es mich so erklären: Die Schlange erstreckt sich entlang des Fließbandes, vorbei an den Zeitschriften und Müllsäcken/Putzmitteln und geht weiter, vorbei an diversen Kosmetika, der Eistruhe bis hin zur PFANDRÜCKGABE !!! Leve Jott....
Am Ende stehe ich wahrscheinlich länger an der Kasse dieses Supermarktes als ich auf dem Stuhl des Frisörs saß ! Made my day.... Dem habe ich nichts hinzuzufügen
Und nun wird erstmal Koffer gepackt, denn das lange Wochenende steht vor der Tür. Ich bin mir sicher, dass wir uns alle schon riesig darauf freuen!
Ich wünsche euch einen enstpannten Abend und danke dir, NRW, dass du uns so viele Feiertage schenkst!
Macht's gut & bis morgen!

15.5.13 19:17

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