Montag, 13.05.: Klappe, die erste

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Schön, dass ihr zu meinem Blog gefunden habt! In den kommenden 4 Tagen findet ihr hier jeden Abend eine neue Geschichte zu meinem persönlichen Studienalltag - und vielleicht erkennt ihr euch selbst darin sogar ein stückweit wieder. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen !

Es ist Montag und das heißt Wochenanfang. Doch dieser Montag beginnt nicht wie jeder andere.  Meine erste Amtshandlung heute Morgen, selbstverständlich erst nach einem angemessenen Frühstück, ist die Fahrt mit der DB zum Kölner Hauptbahnhof, da ich der lieben Heimat am Wochenende noch kurzfristig einen Besuch abgestattet habe. So eine Bahnfahrt ist ja meist ziemlich unterhaltsam, selbst wenn man allein unterwegs ist. Man muss sich nur an den Vierer gegenüber wenden.. Nach einstündiger Bahnfahrt war somit schnell der Bahnhof, und kurz darauf auch die Fh Köln - fast schon zweites Zuhause - erreicht. Als Student der Mehrsprachigen Kommunikation verbringt man in unserem schönen Südstadt- Gebäude nämlich so einige Stunden: In den Seminarräumen, in der Mensa, an der Cafebar oder auch auf dem Innenhof, wenn es das Wetter zulässt.

Meine Studienwoche beginnt wie gewöhnlich mit dem Fach "Einführung in die Medienwissenschaft und -kommunikation". Nachdem wir uns in der ersten Hälfte dieses Semesters auf theoretische Aspekte der Kommunikationswissenschaft konzentriert haben, steht nun noch der praktische Teil aus, der unter anderem von mehr oder minder lebhaften Diskussionen während der Stunde geprägt ist - je nachdem, wie redefreudig wir Studenten uns zeigen. Passend zu Beginn meines Blogs, für den ich mich nur mittels Preisgebung persönlicher Daten anmelden konnte, stand heute das Thema "Medien im Alltag und ihre Gefahren" auf der Agenda. Meiner Meinung nach ein wichtiges Thema, da der ein oder andere feststellen musste, wie wenig man sich selbst doch darüber bewusst ist, was "das Internet" alles über uns erfährt. Ist es nicht interessant, dass man zu unserer Persönlichkeit ein eigenes Profil zu Alter, Größe, Vorlieben und Hobbys erstellen kann, obwohl wir nie aktiv unsere Daten zur Verfügung gestellt haben? Noch schlimmer ist, dass man uns jederzeit dort finden kann, wo wir uns gerade aufhalten. Diese und weitere Aspekte haben heute zu lebhaften Diskussionen geführt. Sie waren zwar wirklich interessant, aber um ehrlich zu sein: Ich möchte lieber gar nicht wissen, welche Gefahren das Netz birgt, denn es ist längst zu spät. Also lieber Augen zu und durch !

Um diesen Schock zu verarbeiten, geht es erstmal in die Mensa zur verdienten Mittagspause. Dort warten zum einen die Mädels zum Quatschen und zum anderen - ja, so ist es - ein zumeist wirklich akzeptables Mittagessen! Wer kann schon was gegen Asiapfanne mit Hähnchenfleisch sagen? Und wer kein Fleisch mag, der bekommt das vegetarische Menü, das mindestens genau so genießbar ist. Zum Nachtisch die ein oder andere Klatsch- und Tratschrunde bestehend aus neuesten Promi- und Beziehungsnews und danach geht es für mich gestärkt in die zweite Runde. Leider nicht mein Glanzfach: Übersetzen von Deutsch in Englisch. Gerne würde ich mich ja in die letzte Reihe setzen und mich kleiner machen, als ich so schon bin, doch wenn ein Kursraum, geschätzte 15qm groß, nur aus zwei Reihen und maximal 20 Studierenden besteht, gestaltet sich das etwas schwierig. So setze ich mich Woche für Woche mutig in die vordere Reihe, und denke mir: Glücklich ist, wer einen komplizierten Nachnamen hat - der kommt nämlich nicht dran! Trotzdem war die Stunde prägend - vor allem heute! Wahrscheinlich ging es nicht nur mir so,  aber wir sind mindestens schon zu zweit, nämlich der Dozent und ich. Leider mussten wir feststellen, dass wir die Leistung, die er sich von seinen Schützlingen erhofft, nicht erbringen können. Ganz schön geknickte Gesichter auf beiden Seiten. Er will aus uns gute Übersetzer machen und wir.....wir wollen irgendwie diese Prüfung bestehen! Und tatsächlich: Manchmal, oder auch selten, hat man ja diese Momente, in denen man sich eingesteht, dass das so nichts wird. Dieser Moment hat mich spätestens heute ereicht! Was muss also passieren? Nach kurzer Beratung mit meinem inneren Schweinehund beschließe ich, mich zu Hause auf meine 4 Buchstaben zu setzen und zumindest mal einen Anfang im Dschungel der Kollokationen und Konnotationen zu finden, und siehe da: Ein Anfang ist gemacht - geht doch!

Jetzt wisst ihr auch schon, wie sich mein Nachmittag gestaltet hat. Wobei eine meiner Lieblingsfreizeitbeschäftigungen in diesem Semester nicht zu vergessen ist: Der Kampf mit den Papieren! Wer schon einmal Auslandsbafög beantragt hat, weiß jetzt ganz genau, was ich meine. Und wer es nicht weiß, der schätze sich glücklich!

Nun ist es auf jeden Fall Zeit für eine Jogging- Runde im Volksgarten, um alle vorhandenen Vokablen, Definitionen und Zahlen in den hinteren Teil meines Gehirns zu schieben und Platz zu machen für die ein oder andere unnötige Information, die meinen Abend bereichern und erheitern wird.

Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine guten Start in den Dienstag - die nächste Herausforderung wartet schon auf uns!

 

PS: So viel zu schreiben war nicht geplant, aber wenn man einmal anfängt... Naja, wir Mädchen kennen das ja!

 

 

 

 

13.5.13 19:58

bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(17.5.13 21:36)
Test


Lavinia Michel / Website (17.5.13 21:42)
Hallo liebe pkatrin,

da ich an deinem Blog direkt hängengeblieben bin, weil ich deinen Schreibstil so interessant fand, mich sofort aufgrund Äußerungen wie des PPS deines Blogs identifizieren konnte und wir zudem auch noch Freundinnen sind, dachte ich mir, gebe ich doch mal kurz meinen Senf zu diesem Eintrag hinzu.

Jetzt würde mich wirklich mal interessieren, was dir auf deiner Bahnfahrt am Montagmorgen widerfahren ist und welche Gestalten dir auf deinem Weg von zuhause nach Kölle begegnet sind. Egal ob in KVB oder in der heißgeliebten DB selbst, verrückte Menschen trifft man ja wirklich überall. In meinem Blog habe ich diese Woche auch 1-2 Mal nebenbei (genervt) erwähnt, was die Bahnfahrten mit sich bringen können. Ich glaube, wenn sich möglichst viele Menschen daran beteiligen, könnte man schon allein Romane über Kuriositäten schreiben, die einem in der Bahn vorgefallen sind. Aber was will man machen, als Stadtmensch und als Mensch, der leider noch nicht reich und erfolgreich genug ist, sich einen Chauffeur zu leisten, ist mal wohl auf sie angewiesen...


Lavinia Michel / Website (17.5.13 21:43)
"Einführung in die Medienwissenschaft" haben wir beide ja bei der selben Dozentin. Da sagst du was mit den Gefahren... das hatte ich schon wieder ganz verdrängt. An dieser Stelle treffen wirklich zwei komplette Gegensätze aufeinander: einmal die absoluten Vorteile des Internets (z.B. dass man, um etwas zu kaufen, nicht mehr als seine rechte Hand bewegen muss oder sich mit einem Mausklick wahnsinnig viel Wissen aneignen kann) und einmal die absoluten Nachteile (z.B. wie du schon erwähnt hast, dass das Internet wie ein Spion ist, der mehr als gründlich ist)...Aber was wollen wir machen? Im Endeffekt sind wir ja sowieso so daran gewöhnt, dass wir nicht mehr darauf verzichten wollen (und können).

Ich finde es sehr bewundernswert, dass du dich dazu überwunden hast, dich nochmal mit "Übersetzen" zu beschäftigen, obwohl sich der Bericht von der Stunde alles andere als rosig anhört. Das können wohl wirklich die Wenigsten. Aaaaaber dafür hast du den Stress dann wenigstens schonmal nicht mehr vor der Klausur und somit hat sich das Ganze dann auch mit Sicherheit gelohnt!

Und zu den Punkten, die direkt nichts mit der FH zu tun haben:
Das Essen in der Mensa ist doch manchmal wirklich eine Katastrophe, oder? Wir sollten uns mal entweder zusammenschließen und eine Demo starten (eher unrealistisch, dass diese was bezwecken wird) oder einfach mal in der Mittagspause zusammen essen gehen. Ich hab' vor ein paar Wochen ein superschnuckeliges kleines Restaurant um die Ecke der FH entdeckt.
Und zum Thema Sport: nicht nur Jogging ist zu empfehlen, auch die Unisportkurse sind manchmal spaßig - wenn dann nicht gefühlte 800 Leute in der gleichen stinkenden Grundschulhalle sind.

So, das war's meinerseits. Schau' doch auch mal auf meinem Blog vorbei!

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